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Meine abschliessenden Gedanken zum 4. Ride Kongress

Posted by Darco Cazin on October 25, 2016
Darco Cazin
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Nach meinem Abschlusswort am 4. Ride Mountainbike Kongress in Chur, habe ich meine kurze Rede aufgeschrieben. Der folgende Text stimmt also nur sinngemäss und nicht Wort für Wort mit meinem Abschlusswort überein.

Am Anfang des Ride Kongresses hat mich Moderator Rolli Anderegg gefragt, ob der Mountainbike-Tourismus immer noch in den Kinderschuhen steckt oder bereits erwachsen ist. Ich habe dann geantwortet, dass er gerade am Anfang der Pubertät steht. Und vielleicht ist das gar nicht so falsch.

Denn irgendwie wissen alle hier, dass wir nun in eine nächste Phase kommen, wo wir mit anderen Augen betrachtet werden und dass die Erwartungen an den Mountainbike-Tourismus enorm gestiegen sind. Das heisst auch, dass wir mehr Verantwortung übernehmen müssen, wenn wir als Branche ernst genommen werden wollen.

Denn der Mountainbike-Tourismus gewinnt an Bedeutung. Dies sehen wir unter anderem daran, dass die akademische Tourismuskoriphäe des Landes heute an einen Mountainbike-Kongress kommt. Und an ein paar Ansätzen von Herrn Prof. Bieger, der eine fantastische Basis für die ganzen 1.5 Tage gelegt hat, möchte ich die folgenden Abschlussgedanken mit euch teilen.

 

ERSTENS

Unser Markt ist heute noch stark fragmentiert und wird sich in den nächsten Jahren konsolidieren. Wer nach der Konsolidierung noch dabei sein will, der muss wachsen. Das tönt für mich als eine Riesen-Aufgabe, vor allem für die Destinationen, die erst gerade angefangen haben sich mit dem Mountainbike-Tourismus zu beschäftigen. Aber es wurde während diesem Ride Kongress ziemlich klar, dass auch der Mountainbike-Tourismus zum binären Spiel wird. Ja oder nein. Entweder ist man drin, und dann ganz, mit genug Ressourcen und Überzeugung, oder man ist draussen. Die halben Sachen werden in Zukunft weg konsolidiert.

 

ZWEITENS

Es gibt das Corporate Model und das Community Model für eine Destination. In unseren Breiten gehören fast alle Destinationen zum Community Model. Trotzdem müssen die Destinationen mit allen Partnern immer mehr so denken und handeln, als ob sie ein Unternehmen wären. Damit dies gelingt, müssen wir die aktuelle Anspruchskultur ablegen. Denn heute hat immer noch die Gemeinde Ansprüche gegenüber der Bergbahn, die Bergbahn hat Ansprüche gegenüber der Tourismusorganisation, die Tourismusorganisation hat Ansprüche gegenüber der Gemeinde… und und und. Ich glaube die Bikeonomics haben aufgezeigt, dass wir diese Kultur ändern müssen, dass die einzelnen Partner sich gegenseitig als Asset, als Anlage begreifen müssen, wenn man als Destination ein Stück vom Kuchen abhaben will.

 

DRITTENS

Das Potenzial ist weiterhin gross und noch lange nicht ausgeschöpft. Um es auszuschöpfen, müssen wir die Zielgruppe und unser Angebot dazu vor allem in eine Richtung weiter denken: nämlich in Richtung einfachere Angebote, einfachere Angebote, einfachere Angebote. Denkt an den HSG Studenten mit seinen koreanischen Freunden. Denn wie es Klaus Schwarzenberger ganz einfach auf den Punkt gebracht hat, sollte es, bei allen Daten und Analysen und Diskussionen, am Ende eigentlich immer nur um den Kunden gehen.

Topics: destination, roi

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