Allegra tourismus
allegra-search-icon.png

WAS SUCHST DU?

In 7 Schritten zum perfekten Wegenetz

Posted by Darco Cazin on February 26, 2020
Darco Cazin
Find me on:

Egal ob Neu- oder Umgestaltung, der Bau einer funktionierenden Infrastruktur geht leider nicht von heute auf morgen. Wie sagt man so schön auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut! Ein perfektes Wegenetz, dass die verschiedenen Nutzer intelligent auf den Wegen führt und nachhaltig gebaut ist, verlangt nach einer sauberen Planung und Durchführung. Anders als in Rom gehört es Wege in bereits bestehende Infrastrukturen ideal einzubetten. Doch was ist alles zu beachten und welche Schritte benötigt es wirklich?

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es nicht ganz so einfach ist die Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen unter einen Hut zu bekommen, egal ob im dichten Naherholungsgebiet oder in sensiblen Alpenregionen. Wegenetze sollten außerdem nicht nur funktionieren, sondern auch ein genussvolles Erlebnis für die Nutzer bieten. Dementsprechend braucht es intelligente Lösungen um Wanderer, Trailrunner, Mountainbiker und andere intuitiv zu leiten.

Ein optimierter Prozess hilft dabei Ressourcen, sprich Zeit und Geld zu sparen. Da wir jenen Ablauf nicht zum ersten Mal durchlaufen, konnten wir mithilfe unserer vielen Projekte und unseren Partnern in Umwelt- und Verfahrensfragen von EcoAlpin ein Merkblatt entwickeln. Diese Anleitung dient als Hilfestellung um den Prozess bis hin zum perfekten Wegenetz schlank und effizient zu gestalten.

Bestellung Merkblatt

Schritt 1 Konzeptionelle Entwicklung – Die Basics

Im ersten Schritt sollte man sich zunächst der konzeptionellen Entwicklung der Destination widmen. Anders ausgedrückt beginnt man hier mit den absoluten Basics – für welche Nutzer soll das Wegenetz gemacht werden. Für eine klare Übersicht wird hierzu ein Geschäftsmodell entwickelt, dass die genauen Zielgruppen festlegt, die sich auf den Wegen bewegen. In diesem Zusammenhang betrachtet man auch die Entwicklungspotentiale und leitet entsprechende Handlungsfelder ab.

Schritt 2 Entwurf planerische Grundlage- Wo? Was? Wann?

Nachdem die Grundlagen definiert worden sind, erfolgt der erste Entwurf als planerische Grundlage. Einfacher ausgedrückt beschreibt dieser wo was wann stattfinden könnte und für wen.  Alle Stakeholder setzen sich bereits in diesem frühen Stadium gemeinsam an einen Tisch, um möglichst alle Bedürfnisse und Sichtweisen miteinzubeziehen.

Schritt 3 Planung Wegenetz – Die Gegebenheiten im Gelände

Erst dieser Entwurf führt weiter in Richtung konkreter Planung. Auf dieser Ebene geht es nicht mehr darum wo was stattfinden soll, sondern man begibt sich bereits zur Analyse ins Gelände und berücksichtigt raumplanerische Voraussetzungen. Dies bedeutet beispielsweise Schwachstellen oder Schutzzonen ausfindig zu machen. Mit der Analyse aus dem Gelände erarbeitet man zurück mit den verschiedenen Stakeholdern ein Maßnahmenplan fürs Wegenetz, der definiert wo welche Eingriffe nötig sind. Die Komplexität der unterschiedlichen Gegebenheiten, aber auch der verschiedenen Bedürfnisse sollte nicht unterschätzt werden, weshalb es oft erst nach mehreren Sitzungen zu einem konkreten Plan kommen kann. Dieser sogenannte Masterplan manifestiert die Linienführungen für das Wegenetz.

Schritt 4 Detailplanung – Rundum den Trail

Tatsächlich befinden wir uns gerademal auf knapp halben Weg an dieser Stelle. Sofern bestehende Infrastrukturen NICHT genutzt werden können, sondern ein Neubau oder eine Instandsetzung erforderlich sind, startet man nun mit der Detailplanung. Es muss nicht immer notgedrungen ein neuer Mountainbike Trail gebaut werden, sondern entsprechend der Umstände kann es auch sein, dass der Bau eines neuen Wanderwegs sinnvoller ist. In diesem Stadium geht es u.a. um Trailspezifikationen, Kostenabschätzungen oder Vorabklärungen mit Behörden. Auch hier benötigt es eine kontinuierliche Koordination mit den Stakeholdern. 

Schritt 5 Bewilligungsverfahren

Weiter im fünften Schritt befindet man sich noch immer nicht im Bau, mitten in den Bewilligungsverfahren. Dieser Schritt beinhaltet die Erstellung von Baueingabeplänen bis hin zu den eigentlichen Bewilligungen.  Besonders an dieser Stelle kann man sehr viel Zeit sparen, wenn man die Vorgehensschritte einhält. Für eine effiziente Durchführung arbeiten wir nun schon seit Jahren mit unserem Partner EcoAlpin zusammen, mit denen wir bereits wunderbare Erfahrungen gemacht haben. In Zusammenarbeit konnten wir besonders die zeitliche Komponente im gesamten Prozess optimieren.

Schritt 6 Umsetzung

Endlich geht es nun an die wirkliche Umsetzung. Egal ob Instandsetzung oder Neubau, erst jetzt entsteht das Wegenetz für den Nutzer auf greifbare Art und Weise. In unserer Unterhaltsbroschüre findet ihr hilfreiche technische Tipps und Erklärungen zum Wegunterhalt. Hier bestellen.

Schritt 7 Monitoring

Der letzte Schritt umfasst die Nachbearbeitung bestehend aus Controlling, Messung von Frequenzen und Unterhaltskontrollen. Die Auswertung von Zählstationen und digitalen Daten dient als Grundgerüst für die Entwicklung eines perfekten Wegenetzes. An dieser Stelle schließt sich der Kreis, denn jene Daten dienen dazu wieder bei Schritt eins anzufangen und den Prozess zur Optimierung des eigenen Wegenetzes erneut zu durchlaufen.

Über ALLEGRA

Allegra bietet Dienstleistungen bei der Entwicklung von Mountainbike-Destinationen und Beratung von touristischen Leistungsträgern und Regionen. Der Angebotskatalog beinhaltet die Entwicklung von Geschäftsmodellen und Masterplänen, die Planung und die Begleitung des Bewilligungsprozess von der Infrastruktur bis zum Bau, der Unterhalt von Trails sowie die Beratung von Behörden, Tourismusorganisationen und Leistungsträgern. Regelmässig werden Studientage und Workshops zu Themen des Mountainbike-Tourismus durchgeführt.

Topics: mountain bike, destinations, allegra, mountainbike tourismus, Wegenetz

WANT TO RECEIVE OUR UPDATES
IN YOUR INBOX?